RIMAGO FORUM 2026 begeistert: Fachliche Impulse, offener Dialog und starke Verbindungen
Regulatorik verständlich machen, Erfahrungen teilen und gemeinsam weiterdenken: Das RIMAGO FORUM 2026 hat am 23. und 24. September in der Alten Maschinenhalle in Solingen fachliche Tiefe mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre verbunden. Die Vorträge von Christian Schuler, Prof. Dr. Ralf Kühn und Frank Eilers, eine offene Gesprächsrunde aus der Anwenderpraxis und stark besuchte Themen-Points sorgten für zwei Tage voller Impulse. Die begeisterte Resonanz zeigt: Der Wunsch nach einer Fortsetzung ist groß.
Unter dem Leitmotiv „Regulatorik. KI. Zukunft.“ standen Fragen im Mittelpunkt, die Finanzinstitute unmittelbar beschäftigen: Wie lässt sich Regulierung vereinfachen? Was macht Notfallvorsorge im Ernstfall wirksam? Wo entlastet KI den Arbeitsalltag? Und wie gelingt es, Mitarbeitende bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen mitzunehmen?
„Wir wollten einen Rahmen schaffen, in dem Aufsicht, Prüfung und Praxis miteinander ins Gespräch kommen und die Teilnehmenden konkrete Anregungen für ihr eigenes Haus mitnehmen. Genau das haben wir in Solingen erlebt. Die Offenheit der Gespräche, die fachliche Qualität und die große Bereitschaft, Erfahrungen miteinander zu teilen, haben dieses Forum besonders gemacht“, erklärt Mark Vösgen, Vorstand der TRICEPT AG.
Christian Schuler: Weniger Komplexität, mehr Eigenverantwortung
Christian Schuler von der Deutschen Bundesbank gab mit seinem Vortrag zur 9. MaRisk-Novelle wichtige Einblicke in die Perspektive der Bankenaufsicht. Im Zentrum stand das Ziel, regulatorische Komplexität zu reduzieren und Instituten mehr Freiräume für eine eigenverantwortliche Umsetzung zu eröffnen.
Schuler erläuterte die angestrebte Verschlankung von Anforderungen und die Bedeutung einer stärkeren Proportionalität. Gerade für kleinere und sehr kleine Institute sollen damit Erleichterungen verbunden sein. Sein Beitrag verdeutlichte, in welche Richtung sich Regulierung entwickeln soll: mehr Spielraum für Lösungen, die zur Größe und zum Geschäftsmodell des jeweiligen Hauses passen, verbunden mit entsprechender Eigenverantwortung.
Prof. Dr. Ralf Kühn: Notfallmanagement muss den Ernstfall zu Ende denken
Wie unmittelbar die DORA-Regulatorik mit der operativen Widerstandsfähigkeit eines Finanzinstituts zusammenhängt, zeigte Prof. Dr. Ralf Kühn von der Finance Audit GmbH. Unter anderem am Beispiel des Notfallmanagements machte er deutlich, worauf es bei der praktischen Umsetzung ankommt: Was passiert, wenn für mehrere Stunden der Strom ausfällt, Systeme nicht erreichbar sind oder Daten nicht mehr zur Verfügung stehen? Wer muss informiert werden, welche Entscheidungen stehen an und wo kann überhaupt noch gearbeitet werden?
Schon die Wahl eines Treffpunkts zeigt, wie konkret Notfallplanung werden muss: Ein ebenfalls vom Stromausfall betroffenes Gebäude bietet möglicherweise keine geeigneten Arbeitsbedingungen. Zuständigkeiten, Ausweichmöglichkeiten und relevante Ansprechpersonen müssen deshalb im Vorfeld geklärt sein.
Kühn unterstrich zugleich, wie wichtig es ist, die Menschen im Unternehmen mitzunehmen. Regelmäßige Bewertungen und Notfallvorsorge brauchen Verständnis für ihren Zweck. Wer weiß, welche Folgen ein Ausfall haben kann und welchen Beitrag die eigene Aufgabe zur Vorsorge leistet, kann Verantwortung bewusster wahrnehmen. Die Einführung regulatorischer Maßnahmen erfordert deshalb auch ein begleitendes Veränderungsmanagement.
Frank Eilers: KI nutzen – und Raum für eigenes Denken schaffen
Keynote Speaker Frank Eilers verband Humor und Interaktion mit einer Frage, die weit über die Technologie hinausgeht: Wofür sollten Menschen ihre Zeit und geistige Energie einsetzen – und welche Standardaufgaben kann KI übernehmen?
Sein Impuls: Die Entlastung durch KI bewusst nutzen, um mehr Freiraum für anspruchsvolle Aufgaben zu gewinnen. Zugleich sensibilisierte er für die Folgen ständiger Unterbrechungen und dafür, das eigene Denken nicht vollständig an die KI auszulagern. Gefragt ist ein sinnvoller Umgang mit der Technologie, welche auf der einen Seite die Routine reduzieren soll und auf der anderen Seite die Konzentration, das Urteilsvermögen und das eigenständige Denken stärkt.
Damit lieferte Eilers konkrete Denkanstöße für einen Arbeitsalltag, in dem technologische Unterstützung und menschliche Kompetenz sinnvoll zusammenspielen.
Regulatorik braucht Verständnis und gemeinsame Verantwortung
Wie bewährt sich RIMAGO im Arbeitsalltag? Darüber diskutierten die LBS Landesbausparkasse Süd, die KGAL GmbH & Co. KG und Dr. Andreas Rothe in einer Gesprächsrunde mit offenen Einblicken in ihre Erfahrungen. Eine zentrale Erkenntnis: Für eine erfolgreiche Umsetzung regulatorischer Anforderungen müssen die beteiligten Fachbereiche ihre Aufgaben kennen und deren Mehrwert verstehen.
Anwendungsverantwortliche und andere Beteiligte müssen nachvollziehen können, warum bestimmte Informationen, Bewertungen oder Nachweise benötigt werden. Den Mehrwert regulatorischer Maßnahmen zu vermitteln, Verantwortlichkeiten frühzeitig zu klären und kommende Aufgaben transparent zu machen, wurde als wesentlicher Erfolgsfaktor herausgearbeitet.
TRI HUB, KI und Releases: Aktuelle Entwicklungen und Ausblick auf RIMAGO
Weitere Einblicke in das RIMAGO-Umfeld bot Jana Kreet mit ihrem Vortrag zu TRI HUB. Sie stellte die zentrale Bereitstellung von Dienstleisterberichten und deren Anbindung an RIMAGO vor. Im Fokus stand dabei, wie sich der Zugang zu relevanten Berichten vereinfachen und der Aufwand für deren Bereitstellung und Beschaffung deutlich reduzieren lässt.
Dr. Andreas Rothe richtete im Programmpunkt „RIMAGO und KI“ den Blick auf mögliche Einsatzfelder Künstlicher Intelligenz im GRC-Alltag. Sein Beitrag zeigte Perspektiven auf, wie KI die Arbeit mit RIMAGO künftig unterstützen und mehr Freiraum für fachliche Bewertungen und Entscheidungen schaffen kann.
Mark Vösgen, Vorstand der TRICEPT AG, gab einen Überblick über die geplanten RIMAGO-Releases und Weiterentwicklungen. Damit erfuhren die Teilnehmenden, welche nächsten Schritte für die GRC-Software vorgesehen sind.
Themen-Points: Großer Andrang und konstruktive Diskussionen
An den RIMAGO Themen-Points setzte sich der fachliche Dialog intensiv fort. Der große Andrang, zahlreiche Rückfragen und viele konstruktive Vorschläge für Erweiterungen und Verbesserungen zeigten, wie engagiert sich die Teilnehmenden einbrachten. Konkrete Anwendungssituationen wurden gemeinsam betrachtet und Anregungen für die Weiterentwicklung von RIMAGO aufgenommen.
Besonders wertvoll war dabei auch der Austausch zwischen den Häusern: Wie lösen andere Institute vergleichbare Aufgaben? Welche Vorgehensweisen haben sich bewährt? Wo liegen gemeinsame Herausforderungen?
„Besonders begeistert hat mich, wie gut die abwechslungsreichen und informativen Vorträge ineinandergegriffen haben. Der offene Austausch unter unseren Kunden und mit uns stärkt das gegenseitige Verständnis und gibt uns wertvolle Impulse, RIMAGO entlang ihrer Bedürfnisse weiterzuentwickeln. Das durchweg positive Feedback unserer Gäste hat mich sehr gefreut“, sagt Katharina Sprick, Senior Consultant TRICEPT AG.
Persönliche Begegnungen, die Verbindungen stärken
Die Alte Maschinenhalle bot mit ihrem besonderen industriellen Ambiente und dem professionellen RIMAGO-Markenauftritt einen eindrucksvollen Rahmen. Die offene Atmosphäre erleichterte es, ins Gespräch zu kommen und bestehende Kontakte zu vertiefen.
„Ich habe 30 bis 40 Menschen persönlich getroffen, die ich vorher ausschließlich aus Videokonferenzen kannte. Sich direkt gegenüberzusitzen, gemeinsam Fragen zu diskutieren und auch abseits der Fachthemen ins Gespräch zu kommen, hat unsere Beziehungen spürbar gestärkt. Für mich war das ein besonderer Gewinn dieser beiden Tage“, berichtet Burkhard Seck, Senior Manager, TRICEPT AG.
Auch der gemeinsame Abend trug dazu bei: In ausgelassener Stimmung wurde weitergeredet, gelacht und bis Mitternacht getanzt.
Begeisterte Resonanz und der Wunsch nach mehr
Die Rückmeldungen zum RIMAGO FORUM 2026 fielen durchweg positiv aus. Fachliche Qualität, ein vielseitiges Programm und ausreichend Zeit für persönliche Gespräche machten den Kongress zu einem vollen Erfolg. Besonders deutlich wurde der Wunsch, dieses Austauschformat regelmäßig fortzuführen.
Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß der Bedarf an einem persönlichen, praxisnahen Dialog rund um Regulatorik und die Zukunft der Finanzwirtschaft ist. Die positive Resonanz bestärkt TRICEPT darin, das Format fortzuführen: Eine zweite Auflage ist bereits in Planung – möglicherweise schon für 2027.